Informationen über Krankheiten


 

Die Herzwurmerkrankung beim Hund

 

Der Herzwurm des Hundes, Dirofilaria immitis, sollte jeden interessieren, der einen Hund oder eine Katze aus einem der südlichen Länder hat oder beabsichtigt dorthin mit seinem Tier zu verreisen.

 

 

Wen kann Dirofilaria immitis befallen?

Dirofilaria immitis hat ein breites Endwirtspektrum und umfasst außer dem Hund und der Katze noch weitere Karnivoren (Fleischfresser) wie Fuchs, Kojote, Wolf und Dingo. Auch Seehunde, bestimmte Affenarten, der Waschbär und auch der Mensch können sich infizieren.

 

 

Wo kommt D. immitis hauptsächlich vor?

Als Verbreitungsgebiete gelten das südliche Kanada, die USA, Mittel- und Südamerika, große Teile Afrikas, südliches Asien, der pazifische Raum, Japan, Australien und zum Teil das Mittelmeergebiet. Das größte europäische Endemie Gebiet liegt in der Poebene in Norditalien, wo ca. 50-80% der Hunde von D. immitis befallen sind. D. immitis hat sich bisher bis an den Südrand der Alpen ausgebreitet. Auch sollte man beim Urlaub mit Hund in der Südschweiz, Griechenland, Spanien, Portugal und Frankreich eine Prophylaxe treffen. In Frankreich reichen einige Endemie Gebiete bis nördlich von Paris.

 

 

Wie steckt sich der Hund an?

Die Larvenstadien von D. immitis vermehren sich in verschiedenen Arten von Stechmücken. Weltweit haben sich über 60 Mückenarten als geeignet für das Zwischenwirtstadium erwiesen. In den Stechmücken entwickeln sich die Larven bis sie ein infektiöses Stadium erreicht haben. Dann wandern sie zum Stechrüssel und gelangen beim Blutsaugen in Ihren Endwirt. Bei einer Temperatur unter 18°C, in neuerer Literatur sogar nur 14°C, sistiert die Larvenentwicklung in der Mücke. Die Larven entwickeln sich dann erst wieder bei einer Temperaturerhöhung weiter. Unterhalb dieser Temperaturgrenze ist man also vor einer Infektion weitgehend geschützt.

 

 

Was passiert, wenn der Hund sich infiziert hat?

Nach dem Stich einer infizierten Mücke wandern die Larven auf verschiedenen Wegen (Haut, Muskelfasern, Nacken) zu den Venen und häuten sich auf ihrem Wege. Das Herz erreichen dann bereits adulte Stadien. Etwa 7-9 Monate nach dem Einstich der Mücke enthalten dann die reifen Weibchen erste Larven, die sogenannten Mikrofilarien. Die Mikrofilarien werden dann ins Blut ausgeschwemmt und können erneut von saugenden Mücken aufgenommen werden. Die adulten Weibchen werden im Endwirt 25-31 cm lang, die Männchen erreichen 12-20 cm. Vereinzelt kommen Herzwürmer auch in den Bronchien, im Auge, im Zentralen Nerven System und in der Bauchhöhle vor.

 

 

Wie bemerke ich, dass sich mein Hund infiziert hat?

Oftmals merkt man dem Hund über mehrere Jahre nichts an, denn viele Infektionen verlaufen zunächst ohne Symptome. Auch scheint es bei Herzwürmern offenbar einen Mechanismus der Begrenzung der Population zu geben. Durchschnittlich hat ein befallener Hund 7-15

 

adulte Exemplare, vereinzelt kommen jedoch auch bis zu 300 Würmer in einem infizierten Hund vor. In diesem Fall quillt das Herz bereits vor lauter Würmern über, was zum Tode des Hundes führt. Als erste Symptome stellen sich oft ein chronischer Husten, Gewichts- und Konditionsverlust, Haarkleid Veränderungen, eine leichte Anämie und erschwertes Atmen nach körperlicher Belastung beim Hund ein. In schweren Fällen kommen Herzrasen und beschleunigte Atmung hinzu. Ohnmachtsanfälle bei Anstrengung sind möglich. Die Schleimhäute können blass sein und es kann zu Leber- und Nierenfunktionsstörungen kommen.

 

 

Was wird bei einem Verdacht auf Herzwürmer gemacht?

Der Tierarzt wird eine Blutprobe nehmen und sie in ein spezielles Labor (in Deutschland meist nach München) zur Untersuchung schicken. Aber auch ein großes Blutbild kann einen Hinweis auf einen Befall geben. Schlechte Nieren- und Leberwerte, verminderte Anzahl von Erythrozyten und in bestimmten Krankheitsstadien eine Erhöhung der eosinophilen Granulozyten können auf Herzwürmer deuten. Weiterhin kann man durch Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen, sowie einem EKG Veränderungen in den betroffenen Organen (vor allem Herz) feststellen, die auf die Herzwürmer zurückzuführen sind.

 

 

Therapie

 

Ist ein Hund befallen, so hängt die Therapie vom Grad der Erkrankung ab. Zumeist wird der Tierarzt ein Mittel zum Abtöten der adulten Würmer und der Mikrofilarien verabreichen. Hat der Hund jedoch besonders viele adulte Würmer, können diese frei in der Blutbahn zirkulierenden toten Würmer zu einer Thromboembolie in den Lungengefäßen führen. Wenn man dies befürchten muss, werden auch Blutverdünner zusätzlich verabreicht. Bei besonders schweren Fällen bedarf es der chirurgischen Entfernung der Würmer.

 

 

Prophylaxe

 

Zur Prophylaxe stehen mehrere gut wirksame und gut verträgliche Medikamente zur Verfügung. Man verabreicht sie z.B. in Tablettenform innerhalb von 30 Tagen nach Einreise in ein Endemie gebiet. Die Medikamente wirken auf die Larven und verhindern so die Entwicklung von adulten Würmern. Herzwürmer beim MenschenD. immitis wird gelegentlich von Stechmücken auf den Menschen übertragen. Es entwickeln sich jedoch nur unreife Stadien in dem Lungengewebe, die oft keine Symptome auslösen. Die etwa 1-4 cm großen Rundherde in der Lunge werden meist zufällig bei der Röntgenuntersuchung entdeckt

 

und können schnell mit Tumoren verwechselt werden.

 

Quelle: www.greyhoundprotection.de

 

 

 

  

Mittelmeerkrankheiten: Leishmaniose

 

Zum Thema Leishmaniose kann man im Internet „ALLES” finden. Da gibt es die Seiten, auf denen die Leishmaniose als schlimmster Schicksalsschlag überhaupt beschrieben wird, und dann gibt es die anderen, die die Krankheit mit einem harmlosen Schnupfen vergleichen. Beides hat nichts mit der Realität zu tun. Wir sind an dieser Stelle um Objektivität bemüht. Deshalb einige wichtige Tatsachen vorweg:

 

  • Die schlechte Nachricht: Leishmaniose ist beim Hund nicht heilbar

     

  • Die gute Nachricht: Ein mit Leishmaniose infizierter Hund kann im richtigen Umfeld und bei fachgerechter Behandlung ein langes und erfülltes Leben ohne Schmerzen oder Einschränkungen führen

     

  • Es soll nicht verschwiegen werden, dass es natürlich problematische Krankheitsverläufe gibt, die mit dem Tod des Tieres enden können.

 

Hier kommt mir allerdings immer ein Zitat von John Maynard Keynes in den Sinn:
„In the long run we are all dead.”

 


Das Wichtigste ist, dass Sie sich ausführlich mit dem Thema auseinander setzen, bevor Sie einen erkrankten Hund aufnehmen. Der folgende Text soll eine erste Hilfestellung sein. Er ersetzt aber nicht die weitere Recherche und ein Gespräch mit einem spezialisierten Tierarzt. Wichtig ist, dass dieser sich mit Mittelmeerkrankheiten auskennt, mit Fachlabors zusammenarbeitet, sich mit Leishmaniose-Spezialisten notfalls austauscht und die Patientenbesitzer nicht unnötig beunruhigt.

 

 

 

Begriffsdefinition

 

Leishmaniose ist eine in tropischen und subtropischen Gebieten der Welt verbreitete Erkrankung, die durch parasitäre Einzeller hervorgerufen wird. Diese Einzeller werden durch den Stich der Sand- oder Schmetterlingsmücke auf den Mensch, den Hund oder jeden anderen Warmblüter übertragen. Auch in der Schweiz soll man allerdings vereinzelt schon Exemplare im Bodenseegebiet und im südlichen Rheingraben gefunden haben (Stand 2007).

 

 

Heilungschancen

 

Beim Menschen ist die Leishmaniose heilbar. Bei Hunden kann man die Krankheit mit Medikamenten gut unter Kontrolle bekommen und die akuten Beschwerden lindern. Aber: Leishmaniose ist beim Hund nicht heilbar. Eine Behandlung kann dem Hund durchaus über Jahre - auch für den Rest seines Lebens - ein beschwerdefreies Dasein ermöglichen. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass die Krankheitsverläufe sehr unterschiedlich sein können. Wird die Leishmaniose nicht behandelt, führt sie auf jeden Fall zum Tod eines Hundes. Die Hunde sterben aufgrund von Schädigungen der inneren Organe oder an Folgeerkrankungen.

 

 

Ansteckung

 

Eine Übertragung auf den Menschen ist nur durch den Stich der Schmetterlingsmücke möglich. Allerdings sind hier trotz der Millionen deutschen Urlauber im Süden nur wenige Fälle bekannt.

Eine Übertragung ohne die Mücke ist theoretisch möglich, aber bisher nie nachgewiesen. Sie wäre nur dann zu erwarten, wenn infiziertes Blut oder Wundsekret etc. eines befallenen Hundes in den Blutkreislauf des Menschen oder eines anderen Hundes gelangt. Eine Übertragung durch Speichel konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Anscheinend ist der Einsatz der Sandmücke nötig, um eine Infizierung zu ermöglichen, denn:

In der Praxis konnte bisher keine Übertragung von Hund auf Mensch/Hund nachgewiesen werden.

Hinweis: Wenn sie ihren Hund mit in den Urlaub nehmen, kann er genauso infiziert werden! Entsprechende Schutzmaßnahmen wie ein spezielles Halsband etc. sollten auf alle Fälle getroffen werden.

Leishmaniose hat eine relativ unbestimmte Inkubationszeit von 3 Monaten - 7 Jahren. Dies macht die Diagnose nicht einfacher.

 

 

Symptome

 

Da die Symptome der Leishmaniose sehr vielfältig sind und die Krankheit teilweise in Schüben auftritt, ist es relativ schwierig, die Leishmaniose zu erkennen. Die häufigste Erscheinungsform ist die Hautleishmaniose.

Typisch für einen infizierten Hund ist bei dieser Variante der Haarverlust rund um die Augen, entlang der Ohrränder und an der Schnauze. Kahle Stellen findet man auch an Hals und Beinen. Diese sind häufig entzündet. Schuppige, ausgefranste Ohrränder, stark wachsende Krallen (meist das erste Anzeichen!), Nasenbluten, Bindehautentzündung, geschwollene Milz und Lymphknoten sind weitere Symptome der Leishmaniose. Im fortgeschrittenen Stadium magern die Tiere stark ab, sie fühlen sich matt und haben Durchfall.

Je früher die Infektion erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Überlebenschancen des Vierbeiners. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die genannten Symptome oft auch Folge der schlechten Lebensbedingungen und Ernährung der Tiere im Süden sind. So müssen kahle Stellen und Augenentzündung nicht zwangsläufig mit der Diagnose Leishmaniose einhergehen. Eine ärztliche Untersuchung ist zwingend notwendig.

 

  

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Gambenere im Tierheim

Derselbe Hund, Ende 2007

Wenn die Behandlung gut anschlägt, kann ein Hund trotz der Infektion ein beinahe normales Leben führen.

 

 

Diagnose

 

Für die Diagnose wird dem Hund Blut abgenommen und zur Untersuchung auf Antikörper in ein Labor geschickt. Die Antikörper sind bereits 2-4 Wochen nach Ausbruch der Infektion nachweisbar. Gemessen wird der sogenannte Titer (Konzentrationsangabe von Antikörpern im Blut) – ein Begriff aus der Labormedizin. Zur Titer-Bestimmung verdünnt man das Blut und prüft, ob sich die Antikörper noch nachweisen lassen. Der letzte Verdünnungswert ist dann der angegebene Titer. Ein hoher Titer (Verhältnis 1:2000) deutet auf eine stark Infizierung hin: Der Körper setzt sich massiv mit der Krankheit auseinander. Ein Titer unter 1:80 gilt als negativ. Allerdings gibt es keine einheitlichen Werte: Deutsche Labore benutzen ein anderes System als z.B. italienische, so dass Werte verschiedener Institute nicht verglichen werden können. Den zuverlässigsten Test bietet hier eine Untersuchung des Knochenmarks. Der Nachweis ist aber schmerzhafter für das Tier, aufwändiger und deutlich teurer. Daher wird sie nur vereinzelt von Tierärzten angeboten.

 

 

Behandlung

 

Zur Behandlung werden in der Regel zwei Medikamente verwendet.
Zum einen Allopurinol, ein in der Humanmedizin bekanntes Gichtmittel. Das Medikament ist nebenwirkungsarm und relativ preiswert. Bei den leichteren Fällen gehen die Symptome schnell zurück und das Tier erholt sich. Allopurinol wird oft verordnet, wenn die Krankheit erstmals ausbricht oder auch durchgehend zur Vorbeugung neuer Schübe bei chronisch infizierten Tieren.
Bei fortgeschrittenen oder schweren Fällen setzen die Mediziner Glucantime ein. Es wird unter genauer Beobachtung eines Arztes über einen längeren Zeitraum injiziert. Die Nebenwirkungen sind deutlich stärker. Begleitend sollte das Immunsystem gestärkt werden und eine Leberschutzbehandlung durchgeführt werden. Das Medikament ist deutlich teurer. Als Hausnummer muss für eine einmalige Kur bei einem 20 kg schweren Hund mit Kosten von ca. 500 Euro gerechnet werden. Mit rund 80% liegen die Chancen gut, dass die Symptome zurückgehen und der Hund beschwerdefrei wird. Voraussetzung ist, dass die Organe nicht zu stark geschädigt sind.

Die Forschung arbeitet intensiv am Thema Leishmaniose, so dass immer wieder neue Medikamente oder Wirkstoffkombinationen auf den Markt kommen.

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FAZIT

 

Nicht jeder Hund, der durch einen Stich der Sandmücke mit Leishmanien infiziert wird, erkrankt auch tatsächlich. Ob die Leishmaniose ausbricht, hängt vom Immunsystem des Tieres ab. Warum bei einem die Leishmaniose ausbricht, bei einem anderen nicht, warum in einem Fall das preiswerte Allopurinol ausreicht, um die Krankheit zu unterdrücken, in einem anderen erst eine wesentlich aufwändigere Behandlung zum Erfolg führt, wissen die Ärzte nicht. Jeder Hund setzt sich auf seine Weise mit der Krankheit auseinander. Besonders in den Ländern, in denen die Leishmaniose heimisch ist, scheinen Hunde eine gewisse Immunität gegen die Krankheit zu entwickeln. Es gibt deutlich mehr infizierte als erkrankte Tiere.


 Foxi Erfolgreich behandelt

 

Haben Sie einen spezialisierten Tierarzt in der Nähe?

 

Sind die zusätzlichen Kosten für Sie tragbar?

 

Ist Ihre Familie und das Umfeld mit der Adoption eines erkrankten Hundes einverstanden?

 

 

 

 

 

FIV bei Katzen

 

FIV ist die Abkürzung für Felines Immundefizienz-Virus. Dieses Virus führt zu einer Immunschwäche und wird deshalb auch als Katzen-Aids bezeichnet, da die Symptome der Erkrankung HIV/Aids beim Menschen ähneln.

 

Katzen mit FIV können mehrere Jahre mit dem Virus infiziert sein, ohne dass die Krankheit ausbricht. Erst wenn die Abwehr zu schwach wird, erkrankt das Tier. Denn sind zu viele Abwehrzellen des Körpers zerstört, kann dieser z.B. Bakterien oder Pilze nicht mehr bekämpfen. Krankheitserreger, die für Katzen mit gesundem Immunsystem ungefährlich sind, können dann zu schweren Erkrankungen führen. 

Wie kann sich eine Katze mit FIV anstecken?

Übertragen wird das FIV-Virus vor allem durch Bisse, z.B. bei Revierkämpfen oder durch den Nackenbiss beim Paarungsakt, seltener bei Kitten bei der Geburt oder durch die Milch einer erkrankten Mutterkatze. Deshalb stecken sich freilaufende, unkastrierte Kater am häufigsten an.

 

Ausserhalb der Katze ist das Virus sehr instabil und kann unter normalen Bedingungen kaum überleben. Bei friedlichen Zusammenleben mehrerer Katzen ist eine Ansteckung sehr unwahrscheinlich. Wird in einem Mehrkatzenhaushalt eine Katze positiv getestet, ist das kein Grund, das Tier abzugeben, wenn sich die Katzen gut verstehen.
Katzen stecken sich nicht durch gegenseitiges Putzen, gemeinsame Schlaf- oder Futterplätze mit FIV an.

 

Wenn ein Tier an FIV verstorben ist und ein gesundes Tier seinen Platz einnehmen soll, muss man keine Wartezeit einhalten oder spezielle Desinfektionsmassnahmen anzuwenden, weil das Virus ausserhalb des Katzenkörpers nicht lange überlebt.

Eine FIV-positive Katze kann gut mit gesunden Tieren zusammenleben, wenn sie alle sehr friedlich und sozial sind. Das bedeutet aber eine grosse Verantwortung gegenüber den bisherigen Katzen und der neuen. Man muss seine Katzen sehr gut einschätzen können, man sollte nicht nur aus Mitleid eine FIV-positive Katze aufnehmen. Wenn man es psychisch nicht schafft oder die Tiere doch nicht zusammenpassen, bedeutet ein erneuter Umzug einen grossen Stress, nicht nur für das Immunsystem des Tiers.

Können sich Menschen anstecken?

Nein! Es besteht keine Ansteckungsgefahr für Menschen oder andere Tiere. Das FIV-Virus findet man nur bei Katzen. 

Wie kann man FIV testen?

Mit einem Bluttest kann festgestellt werden, ob die Katze FIV-Antikörper hat. Wenn der Test positiv ist, bedeutet das, dass die Katze infiziert ist und dies auch lebenslang bleiben wird. Aber Achtung: Der ELISA-Test kann falsche positive Ergebnisse bringen, weshalb eine Verifizierung über Western Blot oder einen indirekten Immunfluoreszenztest wichtig ist. 

Wie alt wird eine FIV-infizierte Katze?

Tiere mit dem Virus können sehr alt werden und unter guten Bedingungen viele Jahre beschwerdefrei verbringen.
Der Anfang der Abwehrschwäche bleibt oft unbemerkt. Erst Tage bis Wochen danach kann die Katze Fieber haben. Schrumpft die Anzahl der weissen Blutzellen, treten die ersten Infektionen auf. Diese können zunächst noch gut behandelt werden. Mit der Zeit treten immer öfter Symptome auf, schliesslich führt die Immunschwäche zum Tod.

 

Symptome

 

vergrösserte Lymphknoten,Appetitverlust, schlechtes Fell, ungleiche Pupillen, Hautinfektionen, Blasen- und Atemwegsinfektionen, Geschwollene Lymphknoten, Fieber, Müdigkeit, allgemeine Unlust, Gewichtsverlust, Zahnfleisch- und Mundhöhlenentzündungen, Unsauberkeit, Bakterielle und virale Erkrankungen, Anämie, schlecht heilende Wunden, Durchfall, Gelbsucht, tumoröse Lymphknotenveränderungen, Nierenversagen

 

Positiv getestete Tiere sollten stressfrei gehalten und hochwertig ernährt werden. Ungesicherter Freigang darf leider nicht gewährt werden: Um die Ansteckung der Katzen in der Nachbarschaft zu verhindern und um die FIV-positive Katze vor Krankheiten zu schützen. Denn jede Erkrankung kann einen Ausbruch des Virus bewirken! 

Jede Katze mit Freigang kann sich mit FIV infizieren, denn in der Nachbarschaft können Freigänger oder Streuner infiziert sein.